Stricktricks, die du noch nicht kanntest

Stricktricks, die du noch nicht kanntest

Kleine Kniffe, die Strickende seit Jahren miteinander teilen, die aber selten in einer Anleitung stehen. Zehn meiner liebsten.

  1. Zahnseide als Rettungsleine

    Zieh vor einer schwierigen Stelle ungewachste Zahnseide durch alle Maschen auf der Nadel. Musst du aufribbeln, halten die Maschen an der Zahnseide.

    Zahnseide ist glatt und dünn und lässt sich herausziehen, ohne hängen zu bleiben, selbst bei Mohair. Der Tipp stammt von der Designerin Lily Chin.

  2. Schattenstricken

    Strick abwechselnd glatte Reihen und Reihen mit erhabenen Maschen. Von vorn sieht das Gestrick wie normale Streifen aus. Schräg von der Seite erscheint ein verstecktes Bild oder Wort.

    Das Muster liegt in der Höhe der Maschen, nicht in der Farbe. Deshalb sieht man es nur, wenn das Licht schräg fällt.

  3. Verschließbarer Maschenmarkierer als Zopfnadel

    Nimm die Zopfmaschen auf einen verschließbaren Markierer und schließ ihn. Halte ihn vor oder hinter die Arbeit und strick die Maschen wie gewohnt wieder ab.

    Die Maschen können nicht herunterrutschen, und der Markierer lässt sich leichter halten als eine glatte Zopfnadel.

  4. Nadelspiel als Spannstäbe

    Fädle dünne Nadeln eines Nadelspiels entlang der Kante eines Loops oder einer Mütze ein. Spann das Teil und steck die Nadeln auf der Unterlage fest, während es trocknet.

    So bekommst du eine gerade Kante, ohne extra Spannstäbe zu kaufen.

  5. Streifen ohne Treppenstufe

    Beim Rundstricken: Heb die erste Masche der ersten Runde in der neuen Farbe ab. Strick sie wie gewohnt, wenn du in der nächsten Runde zu ihr kommst.

    Die Masche der vorherigen Farbe wird angehoben und gleicht den Sprung am Rundenbeginn aus. Der Übergang wird fast unsichtbar.

  6. Der Zettel über der Reihe, nicht darunter

    Wenn du einem Diagramm folgst, leg den Zettel über die Reihe, die du strickst, nicht darunter.

    Diagramme liest man von unten. Der Zettel verdeckt die Reihen, die du noch nicht gestrickt hast, und darunter siehst du die gestrickten Reihen, so wie sie im Strickstück liegen.

  7. Nur der Klebestreifen eines Haftzettels

    Schneid das Papier eines Haftzettels ab und nutze nur den Klebestreifen als Markierung im Diagramm.

    Er ist klein, bleibt an der Anleitung und geht im Strickbeutel nicht verloren.

  8. Der Ring als Gedächtnisstütze

    Steck einen Ring nach jeder Zunahmerunde von einer Hand an die andere. Steck ihn nach der nächsten glatten Runde zurück.

    An der Hand siehst du, in welcher Runde du bist, auch wenn du das Strickzeug eine Weile weggelegt hast.

  9. Zählwerk aus drei Maschenmarkierern

    Setz einen Markierer für Einer, einen für Zehner und einen für Hunderter. Versetz den Einer-Markierer pro Runde um eine Masche. Hat er zehn geschafft, versetzt du den Zehner-Markierer um eine.

    Das funktioniert wie ein Abakus direkt im Strickzeug, sodass die Zählung mitkommt, wenn du es weglegst.

  10. Baumwolle und Leinen etwas fester

    Strick Baumwolle und Leinen etwas fester als Wolle oder nimm eine halbe Nadelstärke kleiner.

    Pflanzenfasern haben wenig Sprungkraft. Ein festeres Gestrick behält die Form besser und lässt sich leichter zusammennähen.

Weitere Techniken Schritt für Schritt erklärt findest du unter Techniken. Du bist unsicher, ob deine Maschenprobe stimmt? Dann nutze den Maschenprobe-Rechner.

Hast du einen Trick, den du teilen möchtest?

Schick ihn mir, dann veröffentliche ich die besten hier.

Schreib Anne-Turid